Konversionen und andere Religionssünden
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Produktbeschreibung
"Das jüdische Denken und insbesondere die Philosophie Hermann Cohens scheinen in ein eng umrissenes Spezialgebiet der Philosophiegeschichte zu gehören. Cohens Schüler Franz Rosenzweig jedoch hat knapp hundert Jahre nach Vollendung seines Hauptwerkes den Sprung in die allgemeine Philosophie geschafft. In verschiedenen Essays wird einerseits der Zusammenhang der Werke beider Philosophen, andererseits ihre mögliche Relevanz für das Denken der Gegenwart erwogen. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei die Entwicklung von Konversion undAnti-Konversion in Leben und Werk von Franz Rosenzweig. Seine Formulierung vom Jüdischen als Methode beschreibt, was Hermann Cohen bereits in der Zeit seines Systems, in der Ethik des reinen Willens, de facto unternommen hat: ein Neudenken der abendländischen Philosophie mit den Prämissen, die das jüdische Denken in ""contradistinction"" zum christlichen über Jahrhunderte entwickelt hat. Nicht zuletzt eröffnet gerade in Zeiten, in denen die autoritären Varianten religiösen Denkens sich in zunehmend schärfere Opposition zu säkularem Liberalismus setzen, die deutsch-jüdische Philosophie des frühen zwanzigsten Jahrhunderts Perspektiven auf ein neues Zusammendenken von religiöser Identität mit einem emphatischen Begriff von Freiheit und Singularität."
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